Abmahnanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth begeht Selbstmord

Februar 22nd, 2010

“Günni ist weg vom Fenster, … endlich!” mag die erste Reaktion vieler Internet-Interessierter sein, die die Machenschaften des einstigen Rechtsanwalt Freiherr von Gravenreuths in den letzten 18 Jahren verfolgt haben. Bekannt geworden war er ’92, als er auf Annoncen in Computerzeitschriften reagierte und als “Tanja Nolte-Berndel (15)” per Brief um Raubkopien bekannter Spiele bettelte, um später die Anbieter abmahnen zu können. Um überzeugender zu wirken, legte er Fotos einer Jugendlichen bei und appelierte an die Solidarität der Adressaten. Leider kam er mit dieser Masche, erst Köder auszuwerfen und dann zuzuschlagen, durch und erntete nur harsche Kritik von Geschädigten und Kollegen. Die breite Masse bekam davon vor den Zeiten von Suchmaschinen noch nichts mit.

In seiner Geldgier entwickelte er immer pervidere Abmahnmethoden und machte z.B. Ansprüche von Mandanten geltend, die sich in ihrem Markenrecht zweifelhafter Marken wie “Rainbow”, “Ballermann”  oder sogar “Explorer” verletzt fühlten. Die Berechtigung der Abmahnung ist nicht nur unter Laien nach wie vor umstritten. Read the rest of this entry »

Google mischt sich verstärkt ins DNS-Geschäft ein

Januar 28th, 2010

DNS ist ein Service der dir zu deiner angefragten Webadresse (URL) die zugehörige IP-Adresse raussucht, damit dein Browser die entsprechende Webseite finden kann. Neben den DNS-Servern der untersten Ebene bei den Internet Service Providern wie T-Online, 1&1, Arcor etc. gibt es auch zahlreiche separate und freie DNS-Server in irgendwelchen Rechenzentren über dem Globus verteilt, die befragt werden, sollte der ISP-DNS die Zuordnung URL -> IP nicht im Cache liegen haben.

Ende 2009 hat der Suchmaschinen-, Werbe- und Datensammelgigant einen eigenen, experimentellen DNS-Server ins Leben gerufen. Eine englischsprachige Beschreibung findet ihr unter http://code.google.com/intl/de-DE/speed/public-dns/docs/intro.html oder auch einen Artikel auf Golem http://www.golem.de/0912/71643.html

So viel zu den benötigten Vorkenntnissen zur DNS-Thematik. Jetzt hat Google seine Spezialisten an die Arbeit getan, dieses riesige Netzwerk von DNS-Servern zu entschlacken und die Weglänge vom Internetanschluss zum DNS, der dann die tatsächliche IP vorhält, zu verkürzen. Gar keine Frage, die Ideen, die Google hat, sind wirklich nicht schlecht. Auch die Köpfe hinter diesen Ideen sind die Besten der Besten von bekannten Elite-Hochschulen. Und so hat man sich überlegt, dass man sich viele lange Wege per Datenleitung sparen könnte, wüsste man nur, wo sich diese URL-Anfrage  geografisch bzw. eher netz-topografisch herkommt. Denn darüber erfährt der DNS in höherer Instanz bislang nichts. Dies soll sich, so Googles Wünsche wahr und ihre Bestrebungen umgesetzt werden, bald ändern. Demnach sollen die ersten 24 bit also die ersten 3 Tupel ala 192.168.0…. mit der DNS-Anfrage mitgeschickt werden. Und verkehrt ist das wirklich nicht. ABER…..

Bislang waren diese Anfragen nur dem lokalen ISP bekannt, (… und das ist schon mehr als manchem lieb…) der diese per Gesetzgebung einige Zeit vorhalten muss. Kommt jetzt aber ein Global Player wie Google an diese nicht wirklich anonymen Daten, wäre es nicht verwunderlich, wenn dieser die aufgelaufenen Daten für eigene Interessen benutzen würde. Neben Nutzerprofilen aus Youtube (in Besitz von Google, Logfiles/Profile in der Größenordnung eines zweistelligen Terabytewertes), Maps, des Google Desktops, der Toolbar, Blogger.com, GMail, Picasa, GoogleDocs, dem Handy-OS Android, dem Browser Chrome würden dann auch Daten zu Googles DNS gelangen, die sie sonst nicht bekommen würden. Und wie auferlegt trennt Google diese Datenbanken natürlich absolut strikt, keine Frage. Google würde ja nieeeee auf die Idee kommen, diese Daten heimlich miteinander zu verknüpfen. Genau so wenig wie in aus China heraus Verbrechen wie Produktpiraterie, Industriespionage und Hackerangriffe verübt werden, da diese dort ja verboten sind.

Wer es immer noch nicht glaubt   – und es besteht keine Pflicht zur Paranoidität  – GOOGLE IS EVIL!

jQuery

Dezember 30th, 2009

Ich hab mir jetzt mal in Ruhe – obwohl ich jQuery schon länger kenne – die Dokumentation und viele Beispiele zu Gemüte geführt und entschlossen, ein wenig davon in meine Webseite einfliessen zu lassen, ohne dass es von unnötigem JavaScript nur so trieft.

Ach übrigens: Eine gute Homepage ist jene, die auch ohne JS vernünftig funktioniert. JavaScript sollte lediglich die Usability verbessern und für das eine oder andere I-Tüpfelchen sorgen. Ein ToMuch an JS bremst je nach Lei(s)tung nur unnötig, aus ohne jeglichen Mehrwert.

Olaf Schubert über Frauen

Dezember 30th, 2009

T-Shirt hilft bei der WLAN-Suche

Oktober 11th, 2007

Kaum zu glauben, man geht durch die Innenstadt und plötzlich fängt das T-Shirt an zu leuchten, weil es ein WLAN-Spot in der Nähe entdeckt hat. Aber dies gibt es tatsächlich. Je nach Signalintensität des Funknetzwerkes erstrahlen mal mehr, mal weniger Streifen. Damit die WLAN-Lichterkette ihren Dienst über mehrere Stunden tun kann, sind 3 AAA-Batterien nötig, die im Inneren des Baumwoll-Shirts verstaut werden.

Die Frage bleibt, welchen Sinn erfüllt dieses Gadget? Wer sich mit PDA oder Notebook in (halb-)offenen Netzwerken anmelden will, sieht die Aktivität auch im Display und braucht dafür dieses Kleidungsstück nur, um seine Hardware nicht aus der Tasche holen zu müssen. Na dann trifft man sich wohl beim Physiotherapeuten mit einer ordentlichen Halsstarre.
Ich denke mal, dass der Name des Vertreibers die Frage beantwortet: ThinkGeek.com
Also mehr ein nettes Gimmick, um sich in der Öffentlichkeit als Kellerkind oder WLAN-Fetishist zu outen als ein ernst zu nehmendes Tool.
Aber Gefallen findets trotzdem, besonders in der dunklen Jahreszeit. So war mein erster Gedanke: Kaufen! Wenn da nicht schon so viele Anschaffungen in der Warteliste wären.
Da der Dollarkurs zur Zeit recht schwach und der Grundpreis bei $29,99 liegt, kommt man bei einem Kauf noch gut bei weg. Einen Haken gibt es allerdings noch. Es ist gerade nicht leiferbar.
Auf der Homepage kann man eine Vorbestellung tätigen oder sich per Mail benachrichtigen lassen, sobald es lieferbar ist. Weitere Infos wie ein z.b. eine Waschanleitung gibt es dort ebenfalls.

Also blink, blink bzw. bling-bling

Kochen nach Farben

April 29th, 2006

“Malen nach Zahlen” ist out – “Kochen nach Farben” ist in!

Kaum hat man einen Medieninformatiker im Haus, schon wirds bunt. Einfach Zwiebel-Sahne-Schnitzel zu kochen, für die man kurz vor Ladenschluss noch die Zutaten gekauft hat, ist zu langweilig. Da wir dazu XuXu mit Sprite, notfalls Blue Curacao trinken wollten, muss natürlich auch das Essen etwas Farbe aufweisen. Da fiel mir ein, dass ich noch Lebensmittelfarbe von einem Ostergebäck für meinen Schatz übrig hatte. Also erst mal die blaue Farbe in die Sahne. *rühr* *rühr* Naja, die Farbe ist irgendwie nicht kräftig genug. Also auch noch pink hinzu. Aber selbst das ist noch nicht der Brüller. Mit dem leuchtenden Rot kam dann richtig Farbe ins Spiel, leider etwas zu viel. Ok, das sollte reichen und ab in den Backofen. Was machen wir mit dem Reis? Daniel und ich guckten uns an: Grün?! – Ok, rein damit, aber nicht alles! – Zu spät, jetzt siehts chemisch aus.
Das Ergebnis: Lila Rahmschnitzel mit grünem (wenn ich grün sage, meine ich grün), ekelig grünem Reis. Erinnert an Soilent Green oder an einen explodierten Alien. Aber lecker war es trotzdem, man durfte nur nicht hingucken. Eine kurze Zeit hatten wir deshalb sogar das Licht ausgemacht, aber wie soll man dann noch mit Messer und Gabel essen?! Jetzt habe ich noch Gelb und Orange über. Bin selber gespannt, wo diese Farben ihr kreatives Ende finden.