DNS ist ein Service der dir zu deiner angefragten Webadresse (URL) die zugehörige IP-Adresse raussucht, damit dein Browser die entsprechende Webseite finden kann. Neben den DNS-Servern der untersten Ebene bei den Internet Service Providern wie T-Online, 1&1, Arcor etc. gibt es auch zahlreiche separate und freie DNS-Server in irgendwelchen Rechenzentren über dem Globus verteilt, die befragt werden, sollte der ISP-DNS die Zuordnung URL -> IP nicht im Cache liegen haben.
Ende 2009 hat der Suchmaschinen-, Werbe- und Datensammelgigant einen eigenen, experimentellen DNS-Server ins Leben gerufen. Eine englischsprachige Beschreibung findet ihr unter http://code.google.com/intl/de-DE/speed/public-dns/docs/intro.html oder auch einen Artikel auf Golem http://www.golem.de/0912/71643.html
So viel zu den benötigten Vorkenntnissen zur DNS-Thematik. Jetzt hat Google seine Spezialisten an die Arbeit getan, dieses riesige Netzwerk von DNS-Servern zu entschlacken und die Weglänge vom Internetanschluss zum DNS, der dann die tatsächliche IP vorhält, zu verkürzen. Gar keine Frage, die Ideen, die Google hat, sind wirklich nicht schlecht. Auch die Köpfe hinter diesen Ideen sind die Besten der Besten von bekannten Elite-Hochschulen. Und so hat man sich überlegt, dass man sich viele lange Wege per Datenleitung sparen könnte, wüsste man nur, wo sich diese URL-Anfrage geografisch bzw. eher netz-topografisch herkommt. Denn darüber erfährt der DNS in höherer Instanz bislang nichts. Dies soll sich, so Googles Wünsche wahr und ihre Bestrebungen umgesetzt werden, bald ändern. Demnach sollen die ersten 24 bit also die ersten 3 Tupel ala 192.168.0…. mit der DNS-Anfrage mitgeschickt werden. Und verkehrt ist das wirklich nicht. ABER…..
Bislang waren diese Anfragen nur dem lokalen ISP bekannt, (… und das ist schon mehr als manchem lieb…) der diese per Gesetzgebung einige Zeit vorhalten muss. Kommt jetzt aber ein Global Player wie Google an diese nicht wirklich anonymen Daten, wäre es nicht verwunderlich, wenn dieser die aufgelaufenen Daten für eigene Interessen benutzen würde. Neben Nutzerprofilen aus Youtube (in Besitz von Google, Logfiles/Profile in der Größenordnung eines zweistelligen Terabytewertes), Maps, des Google Desktops, der Toolbar, Blogger.com, GMail, Picasa, GoogleDocs, dem Handy-OS Android, dem Browser Chrome würden dann auch Daten zu Googles DNS gelangen, die sie sonst nicht bekommen würden. Und wie auferlegt trennt Google diese Datenbanken natürlich absolut strikt, keine Frage. Google würde ja nieeeee auf die Idee kommen, diese Daten heimlich miteinander zu verknüpfen. Genau so wenig wie in aus China heraus Verbrechen wie Produktpiraterie, Industriespionage und Hackerangriffe verübt werden, da diese dort ja verboten sind.
Wer es immer noch nicht glaubt – und es besteht keine Pflicht zur Paranoidität – GOOGLE IS EVIL!